Ist Simbabwe ein sicheres Reiseland?

Medienberichte sorgen immer wieder dafür, dass Menschen aus Europa das Land als Urlaubsdestination meiden. Diejenigen, die sich aber "überwinden" in Simbabwe einen Urlaub zu buchen sind dann regelmäßig überrascht darüber, wie positiv, sicher und unkompliziert sich Land und Leute präsentieren.

 

Im Verhältnis zu anderen Ländern wie Süd Afrika und Ostafrika kann man  Simbabwe als sicheres Reiseland bezeichnen. Wer in den anderen Ländern schon gereist ist, wird dies bei Ankunft in Simbabwe sofort spüren. Die Menschen sind unglaublich freundlich und hilfsbereit. Man sieht so gut wie nie bewaffente Securities in den Straßen oder gar in Einkaufszentren.

 

Dies alles bedeutet auf keinen Fall, dass man alle Vorsicht über Bord schmeißen darf. Insbesondere in der Touristenhochburg Victoria Falls blüht auch die Kriminalität und aufdringliche Straßenhändler versuchen ihre Ware zum Teil sehr aufdringlich an Mann und Frau zu bringen. Das offensichtliche zur Schau tragen von großen Kameras und Schmuck sollte man in jedem afrikanischen Land vermeiden. Auch Spaziergänge zu später Stunde sollte man in den Städten vermeiden - am besten erkundigt man sich vor Ort in der Unterkunft. Oft ist man aber schon durch die Kleidung sofort als Tourist erkennbar, deshalb  hier ein hilfreicher Tipp zum DRESSCODE außerhalb des Busches:

 

Die Safarihose, die Kaki-Weste mit den tausend Taschen, das karierte Hemd mit den unvermeidbaren Outdoor-Logos, die typischen Outdoor-Sandalen und der breitkrempige Safarihut ... darauf VERZICHTEN Sie bitte in Städten und an Tagen, an denen Sie nicht im Busch sind. Eine Jeans oder eine andere leichte Stoffhose tun Wunder, dazu ein T-Shirt oder normales Sommerhemd. Als Schuhe Lederslipper, Turnschuhe oder Flipflops - sollten im Reisegepäck Platz haben. 

 

Ein kleiner Hinweis von Frau zu Frau: Frauen sind in Afrika immer gern in Kleidern oder Röcken gesehen. Bitte KEINE Mini-Röcke oder superkurze Hotpants (!). Wer es kurz mag: bis kurz über's Knie ist ok. Ich persönlich liebe es waden- oder knöchellange super leichte bunte Sommerkleider zu tragen.

 

Übrigens: Auch in einer Lodge ist es immer wieder erfrischend, wenn Gäste zum Dinner 'ohne Safari-Look' kommen, sondern in ganz normaler Sommerkleidung erscheinen.

 

Sind Sie mit Bono Lunga als Guide unterwegs, haben Sie jemanden an der Seite, der Sie auf Besonderheiten an denjeweiligen Orten hinweist. Außerdem spricht Bono beide Landessprachen (Sindebele und Shona) und kann so auch abseits der üblichen Touristenpfade für Sie Kontakt zu der einheimischen Bevölkerung herstellen.

 

Die politische Situation in Simbabwe ist sicherlich als schwierig zu bezeichnen und es gibt Menschen, die aufgrund dessen Simbabwe als Reiseland meiden. Man sollte darüber aber nicht vergessen, dass der Tourismus viele Arbeitsstellen schafft und gerade durch die Reisewarnungen Mitte 2000 zahlreiche Menschen ihren Job verloren haben und ganze Familien in Armut getrieben wurden oder gleich in Nachbarländer auswanderten.

 

Die Flucht vieler Einwohner hat heute zur Folge, dass man bei Fahrten über Land Simbabwe als "menschenleer" empfindet - ganz im Gegensatz zu ostafrikanischen Ländern.

 

Weitere Informationen über Simbabwe finden Sie auf der Seite der 'Zimbabwe Tourism Authority'.

Mit dem Mietwagen unterwegs

Mietwagen sind zur Zeit noch verhältnismäßig teuer, aber es lohnt sich in Simbabwe auf eigene Faust unterwegs zu sein und wenn es nur für ein paar Tage ist, denn der Zustand der Landstraßen in Simbabwe ist erfreulich gut - natürlich gibt es Streckenabschnitte mit sehr tiefen und gefährlichen Schlaglöchern, aber im Großen und Ganzen ist das Reisen über Land auch wegen des geringen Verkehrsaufkommens sehr angenehm. In den Großstädten gibt es allerdings auch Stadtteile mit sehr schlechten Straßenverhältnissen.

 

Simbabwe hat 2009 einen Straßenzoll eingeführt und als Autofahrer sollte man ausreichend 1 Dollarscheine bei sich führen, dann geht es sehr zügig durch die Zollgates.

 

Die häufigen Polizeikontrollen, brauchen den Reisenden nicht zu irritieren. Man kontrolliert weitgehend LKW's und Minibusse. Wird man jedoch angehalten, sind die Beamten in der Regel sehr freundlich, kontrollieren den (internationalen) Führerschein gemeinsam mit dem Reisepass sowie die Zulassungsplakette in der Frontscheibe des Mietwagens, vielleicht fragt man noch nach dem woher und wohin aber das war es auch schon. Anders als in anderen Ländern Afrikas wird man hier nicht genötigt, eine kleine Geldsumme zu hinterlassen für irgendein erfundenes 'Vergehen' oder einfach nur deshalb, weil man 'reicher' Europäer ist.

 

Bei Einbruch der Dunkelheit ist es allerdings ratsam keine Fahrten über Land zu planen. Dies gilt weniger wegen Überfällen, als vielmehr unbeleuchteten Fahrzeugen, die auf den Straßen unterwegs sein können und die zur Gefahr für Leib und Leben werden.

 

Wer in den Nationalparks selbst fahren möchte, sollte sich im Vorfeld erkundigen in welchen Parks ein Geländefahrzeug unbedingt erforderlich ist. Informationen zu allen Parks finden Sie unter der folgenden Internetseite: www.zimparks.org

 


Background photo on top - Maike Bieber / DryLand-Safaries